Deutscher Sachbuch Preis 2021
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  • Behrend, Heike
    Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung
    MSB Matthes & Seitz Berlin
    9783957579553
    278 S., Gebunden
    2020
    Erschienen: 01.10.2020
    25,00 €
  • Dardan, Asal
    Hoffmann und Campe Verlag GmbH
    9783455010992
    192 S., Gebunden
    2021
    Erschienen: 02.02.2021
    22,00 €
  • Kaube, Jürgen
    Rowohlt Berlin Verlag
    9783871348051
    592 S., 3 x 8 S. 4-farb. Tafeln, Gebunden
    2020
    Lieferbar
    Erschienen: 18.08.2020
    28,00 €
  • Kossert, Andreas
    Siedler, Wolf Jobst, Verlag
    9783827500915
    432 S., 55 s/w Illustr., Gebunden
    2020
    Lieferbar
    Erschienen: 12.10.2020
    25,00 €
  • Leese, Daniel
    Chinas Umgang mit der Vergangenheit
    Verlag C. H. BECK oHG
    9783406755453
    606 S., mit 25 Abbildungen und 1 Karte, Gebunden
    2020
    Lieferbar
    Erschienen: 16.10.2020
    38,00 €
  • Maar, Michael
    Das Geheimnis großer Literatur
    Rowohlt Verlag
    9783498001407
    656 S., Gebunden
    2020
    Lieferbar
    Erschienen: 13.10.2020
    34,00 €
  • Möllers, Christoph
    Über liberale Elemente im politischen Feld, edition suhrkamp 2755
    Suhrkamp
    9783518127551
    343 S., Kartoniert
    2020
    Lieferbar
    Erschienen: 27.09.2020
    18,00 €
  • Nguyen-Kim, Mai Thi (Dr.)
    Wahr, falsch, plausibel? - die größten Streitfragen wissenschaftlich geprüft
    Droemer Knaur
    9783426278222
    368 S., Gebunden
    2021
    Lieferbar
    Erschienen: 01.03.2021
    20,00 €
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Menschwerdung eines Affen

Behrend, Heike
ISBN: 9783957579553
Verlag: MSB Matthes & Seitz Berlin
278 S. (Gebunden)
Erscheinungsdatum: 01.10.2020
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Leseprobe

Heike Behrend studiert Ethnologie in den politisch bewegten Sechzigerjahren; ihre erste Feldforschung führt sie Ende der Siebzigerjahre in die keniani schen Tugenberge; Mitte der Achtzigerjahre begibt sie sich auf die Spuren der HolySpiritBewegung im Norden Ugandas. Während der AidsEpidemie arbeitet sie über die katholische Kirche in Westuganda, und schließlich erforscht sie an der kenianischen Küste die lokalen Praktiken von Straßenfotografen und Fotostudios. Diese Autobiografie der ethnografischen Forschung erzählt keine heroische Erfolgsgeschichte, sondern berichtet von dem, was in den herkömmlichen Ethnografien meist ausgeschlossen wird - die unheroischen Verstrickungen und die kulturellen Missverständnisse, die Konflikte, Fehlleistungen sowie Situationen des Scheiterns in der Fremde. So lädt dieses Buch zu einem freimütigen Blick auf die Ethnologie als Poetik sozialer Beziehungen ein. In den wenig schmeichelhaften Namen - 'Affe', 'Närrin' oder 'Kannibale' -, die der Ethnologin in Afrika gegeben wurden, wird sie mit fremder Fremderfahrung konfrontiert und muss sich fragen, welche Wahrheit diese Bezeichnungen zum Ausdruck bringen, welche koloniale Geschichte sie erzählen und welche Kritik sie an ihrer Person und Arbeit üben. Mit dem Bericht über vier ethnografische Forschungen in Kenia und Uganda in einem Zeitraum von fast fünfzig Jahren reflektiert Heike Behrend auch die Fachgeschichte der Ethnologie und die Veränderungen des Machtgefüges zwischen den Forschenden und den Erforschten, die sie am eigenen Leib erfährt.

Heike Behrend, 1947 in Stralsund geboren, studierte Ethnologie und Religionswissenschaft in München, Wien und Berlin. Sie arbeitete ethnografisch vor allem in Ostafrika, unterrichtete an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland und lebt in Berlin.



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